Archiv für 14. Dezember 2011

Facebook und der Datenschutz – Das Ende der Social Plugins ?

Das direkte Einbinden von Social Plugins, beispielsweise von Facebook, Google+ oder Twitter, in Websites deutscher Anbieter, wodurch eine Datenübertragung an den jeweiligen Anbieter des Social Plugins ausgelöst wird, ist ohne hinreichende Information der Internetnutzerinnen und -nutzer und ohne ihnen die Möglichkeit zu geben, die Datenübertragung zu unterbinden, unzulässig.“

Durch einen Beschluss des Düsseldorfer Kreises vom 09.12.2011 – dies ist der Zusammenschluss der obersten Landesbehörden für den Datenschutz -, ist die direkte Einbindung von Social PlugIns unzulässig!

(Anbieter) “..laufen Gefahr, selbst Rechtsverstöße zu begehen, wenn der Anbieter eines sozialen Netzwerkes Daten ihrer Nutzerinnen und Nutzer mittels Social Plugin erhebt. Wenn sie die über ein Plugin mögliche Datenverarbeitung nicht überblicken, dürfen sie dahersolche Plugins nicht ohne weiteres in das eigene Angebot einbinden”

Und da haben wir den Salat. Da die Seitenanbieter wohl kaum mehr Informationen als die Leser über die Funktionen der Social Plugins wie Like, Share, Gefällt mir, +1 oder Teilen haben, können Sie ihre Besucher auch nicht ausreichend informieren und dürfen daher die Plugins erst gar nicht anbieten !

Dementsprechend reicht die 2-Klick Lösung ja nun auch nicht mehr. Den User die Verantwortung zu überlassen, nimmt immer noch nicht den Seitenbetreiber aus der Pflicht den User über die Folgen eines “likes” zu informieren. Kann er aber nicht.

Schleswig-Holstein plant ja schon die Durchsetzung dieser Rechtsauffassung durch Untersagungsverfügungen und Bußgeldbescheide.

Dank an Jens Koblitz von elevenmedia für den Tipp und Rechtsanwältin Nina Diercks fürs einstellen.

Wir lassen die Social-Sharings noch online bis mehr bekannt ist. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

 

 

 

 

Social Media Fail – Oder: Wir machen mal (eben) Facebook – Teil 1

 

Ich hatte schon öfters über die Schwierigkeiten bei der Erstellung einer Facebook Fanseite und die dazu gehörenden Stolperfallen der Facebook Richtlinien, auch Guidelines genannt, berichtet.

Mit dieser heute startenden Folge Nr.1, berichte ich jetzt regelmässig über reale Beispiele, wo es mal so richtig in die Hose gegangen ist. Oft werdet ihr auch über die Fehler im Bereich Gewinnspiele lesen, denn hier sind so viele Kleinigkeiten zu beachten. Aber dazu weiter unten mehr.

Unser Fail der Woche geht an:

Die Förder- und Werbegemeinschaft e.V. von Herzogenaurach, die nach eigenen Aussagen bezweckt, die Attraktivität der Stadt als Einkaufsstadt zu erhöhen. Soweit so schön. Doch kommen wir zum 1. Fehler…

1. Missbrauch der Marken und Logorechte von Facebook

(sehr schön hier auf dem Bild zu sehen:)

 

 

 

 

 

 

 

 

Schauen wir in die Regeln von Facebook dazu:

“Präsentiere die Markenwerte nicht auf eine Weise, die sie zur charakteristischsten und prominentesten Funktion auf deiner Webseite, in deinem Printmedium oder anderen Materialien macht.”

“….gestatten wir die Verwendung des Facebook-Logos nicht.” Gut hier gibt es wenige Ausnahmen, doch diese Genehmigung habe weder ich noch irgendein Kunde, teilweise mit beträchtlichem Werbebudget, jemals bekommen.

“Deine Bezugnahme muss wahrheitsgemäß sein und darf nicht andeuten, dass du mit Facebook verbunden bist, von Facebook gesponsert oder durch Facebook unterstützt wirst.” - Kleinkrams oder ? Egal, weiter im Text…

2. Schnell mal eben eine Domain angemeldet…..

Auch hier wurde echt nachgedacht. Dabei ist folgendes rausgekommen:

www.facebook.herzocity.de

Ein Klassiker. Herrlich, super, toll gemacht – bravo :) Wir schauen mal wieder in die Richtlinien bzw. Regeln:

“3. Verbinde deinen Namen niemals mit unserem Namen”

“Die Verwendung des Facebook-Warenzeichens oder einer verwirrend ähnlichen Formulierung in dem Namen deines Unternehmens oder deiner Domain, auch in Verbindung mit Waren/Dienstleistungen, die keinen Bezug zu von Facebook angebotenen Waren/Dienstleistungen haben, kann sowohl Verwirrung bei Konsumenten hervorrufen als auch die besondere Wahrnehmung der Marke Facebook sowie die Markenrechte von Facebook schwächen. Zudem handelt es sich dabei um eine Verletzung unserer Erklärung der Rechte und Pflichten.”

3. Datenschutz, Richtlinien für Promotions und und und….:

Anscheinend findet eine Verlosung statt. Zumindest gibt es Gewinner auf Gewinner. Diese müssen wohl die Türen eines Kalenders öffnen. Dem geneigten Leser fällt hier direkt etwas auf: Bei HerzoCity fehlt sowohl a, b und auch c…

Punkt 2 der Promotion Guidelines:

“Promotions auf Facebook müssen folgende Elemente enthalten:
a. Eine vollständige Freistellung von Facebook von jedem Teilnehmer.
b. Anerkennung, dass die Promotion in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert wird bzw. in keiner Verbindung zu Facebook steht.
c. Offenlegung, dass der Teilnehmer die Informationen [dem/den Empfänger(n) der Informationen] und nicht Facebook bereitstellt.

Sehr lecker auch diese Idee: (Schwärzungen von mir…)

 

 

Natürlich haben sie in ihren Teilnahmebedingungen erklärt, dass der Gewinner mit einer Veröffentlichung auf Facebook einverstanden ist. Nützt aber nix, Facebook sagt dazu im Punkt 6:

“Du darfst die Gewinner nicht über Facebook benachrichtigen, wie z. B. über Facebook-Nachrichten, -Chat oder -Beiträge in Profilen bzw. auf Facebook-Seiten.”

Weiter geht es: Um zu gewinnen muss man was machen ? Richtig: An die Pinnwand schreiben :) …. Wie war das noch mit: “Promotions dürfen keine Facebook-Funktionen als Abstimmungsmechanismus verwenden.” Also bestimmt keine Pinnwand-Kommentare !

Und sowas kauft man sich schnell mal eben bei den lieben Kollegen von den Werbeboten. Na ob die Mädels und Jungs so glücklich über die Aktivitäten der Werbegemeinschaft sind ? Oder … ach lassen wir das, ein Schelm der böses denkt.

Kommen wir zu den finalen Sätzen. Warum, so denkt sich bestimmt mancher Leser, verwende ich Zeit in solche Berichte ? Warum reg ich mich drüber auf ? Warum lass ich nicht die Leute machen was sie wollen ?

Nun, 1. Berate ich Firmen und bringe sie in die sozialen Netze, wie auch Facebook. 2. Entwickelt mein Team hervorragende Apps für Facebook, auch Gewinnspiele, die den Regeln entsprechen. Ist es also nicht nur hilfreich für zukünftige Facebook Seiteninhaber ? Evtl auch Eigenwerbung ? Ja, ist ja auch mein Blog.

Bei Fragen und Ideen zum Beitrag, Blog, Facebook Richtlinien: Mail an mich oder Kommentarzeilen nutzen.

Titelbild:Image: digitalart / FreeDigitalPhotos.net

 

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